Regensburg, 16.01.2011

Hochwasser in Regensburg

Weltkulturerbestadt Regensburg rechnet mit dem Schlimmsten

Die Stadt wappnet sich für eine Rekord-Flut und Pegelständen die höher als im Jahr 2002 sein sollen. Mindestens 1.600 Meter der mobilen Hochwasserschutzelemente sind aufgebaut und müssen nun ihre Bewährungsprobe bestehen. Im Stadtgartenamt wurden 25.000 Sandsäcke gefüllt.

Warme Luft vom Atlantik hat die Schneemassen die sich im Dezember aufgetürmt hatten, binnen weniger Tage dahin schmelzen lassen. Das Schmelzwasser und der anhaltende Regen liess die Flusstäler volllaufen, sodass kleine Bäche zu reißenden Flüssen wurden. Doch die Donau begnügte sich am Donnerstag an der Eisernen Brücke noch mit einem Pegelstand von 4.12 Metern, das entspricht der Meldestufe 1. Aber von Seiten der Stadt erwartete man einen kräftigen Anstieg in den Nachtstunden. Die Regensburger Stadtverwaltung rechnet mit dem Schlimmsten. Für den Freitagabend erwartet man einen Pegelstand von 6.50 Metern oder mehr an der Eisernen Brücke. In den Räumen der Berufsfeuerwehr ist seit Freitag die Zentrale der Führungsgruppe Katastrophenschutz eingerichtet in der alle Drähte zusammen laufen. Zusammengesezt ist die Führungsgruppe aus den Mitgliedern und Fachberatern verschiedener Ämter und Organisationen. Im Ernstfall werden außerdem noch außerstädtische Behörden und Organisationen eingebunden. Dazu zählen in erster Linie die Polizei, das Technische Hilfswerk (THW) und verschiedene Hlifsorganisationen.

Am 14. Januar 2011 wurde um 17.30 Uhr das THW durch die FüGK alamiert, daraufhin löste der Ortsverband Regensburg bei seinen Helferinnen und Helfern Alarm aus. Binnen kurzer Zeit standen 70 Einsatzkräfte (12 aus Laaber, 15 aus Wörth/ Donau und 43 aus Regensburg) zur Verfügung.

Direkt nach Arbeitsende um 18.00 Uhr machten sich die fleissigen THW´ler(innen) auf den Weg zu ihrem ehrenamtlichen Einsatz gegen das immer dramatischere Ansteigen der Donau. Da man immer damit rechnen mußte, dass die Spundwände überflutet werden, würde die ganze Werftstrasse unter Umständen unter Wasser stehen und die Anwohner kämen nicht mehr aus ihren Häusern. So hieß es für die 25 Helfer vor Ort: Schleppen, Bauen, Ausrichten und Klopfen, um den 250 Meter langen Behelfsteg aufzustellen. Die Anwohner der Werftstrasse zeigten sich sehr hilfsbereit und kochten für die Helfer Kaffee und Tee. Um 3.00 Uhr morgens war der Behelfssteg mit den Zugängen zu den Häusern fertig gestellt.

Aufgaben der THW Einsatzkräfte:

- Unterstützung der Kräfte der Stadt Regensburg beim Bau von ca. 250 lfd. Metern  Steg

- Befüllen von 2.500 Sandsäcken für die Bevölkerung  

- Verfahren von Sandsäcken (ca. 1.800 Stück) in Absprache mit dem Stadtgartenamt bzw. Erkunden und Auffüllen der 12 Bürgersandsackdepots

- Kleinmaßnahmen in der Kapuzinergasse (Verschließen von Fensteröffnungen,Sandsackvorbau)                              

Stand Samstag 15.01. 2011, 10.00 Uhr:

51 Helfer in Bereitschaft in der Unterkunft Regensburg      

Die Einsatzbereitschaft der Ortsverbände Laaber und Wörth/Do. ist ebenfalls wieder hergestellt.

40 Helferinnen und Helfer in Reserve                                                                  

Kurzfristige Einsatzbereitschaft THW 90 Helfer und Helferinnen

Der Ortsverband Regensburg möchte sich für die Zielführende und harmonische Zusammenarbeit mit der FüGK und allen eingesetzten Kameradinnen und Kameraden bedanken.

Besonderer Dank an die Mitarbeiter der Stadt Regensburg vom Tiefbauamt, Ordnungsamt, Stadtgartenamt, Fuhramt, Polizei und Feuerwehren für die außerordentlich gute Zusammenarbeit.


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